4.03.2010

Mitgefühl statt Selbstkritik

Warum ständige Selbstkritik  unsere Wunscherfüllung verhindert.

Wir neigen dazu, uns für das was wir nicht an uns wollen zu kritisieren.

Wir kritisieren uns, dass wir nicht genug verdienen, dass wir nicht so schön sind, dass wir nicht genug leisten, und so fort.

Selbstkritik tritt manchmal auch versteckt auf. Wenn wir uns denken, dass wir uns anders verhalten sollten, um von unserem Partner mehr geliebt zu werden, dann ist das genauso eine Selbstkritik. Wir kritisieren uns, dass wir nicht liebenswert sind, so wie wir sind.

Leider machen wir uns durch diese Einstellung zum Opfer unserer Situation, und geben die Verantwortung für unser Leben ab. Wir lehnen uns ab, wir wollen, dass jemand anderer diese Loch stopfen soll, oder wir versuchen dieses Loch mit materiellen Dingen zu stopfen, die wir eigentlich weder brauchen, noch wollen. Wir wollen dieses schmerzende Loch in uns stopfen, diese Leere, diesen Frust, diese Unzufriedenheit, dieses Unglück.

Wenn wir niemand finden, der das für uns stopft, dann werden wir sehr leicht wütend und trotzig, wie ein kleines Kind. Wir neigen dazu unseren Partner zu verurteilen, wir fühlen uns von Ihm enttäuscht. ( Lieber hätten wir, wenn er uns hilft, uns weiter zu täuschen, dass ohnedies alles gut ist.)

Unser wahres Gefühl ist eine Enttäuschung von uns selbst, und auf diese reagieren wir mit Selbstkritik. Dadurch verleugnen wir aber all das Gute was wir von unserer einmaligen Anlage her sind.

Wir richten unseren Blick auf den Mangel, auf das was wir nicht sind, auf das was wir nicht können, auf das was wir nicht auf die Reihe bekommen, auf das was wir nicht haben. Wir verlieren durch dieses Mangeldenken all unsere Bedürfnisse, wir können nicht mehr fühlen, was wir wollen, was uns wichtig ist, und was genau in diesem Moment unser größter Wunsch wäre.

Durch die Fixierung auf das was wir alles nicht haben und nicht können, ziehen wir gemäß der Anziehung leider immer mehr negative Erfahrungen in unser Leben- die Abwärtsspirale ist in voller Fahrt, so lange, bis es uns reicht, bis wir endlich aufschreien und STOP rufen, und erkennen, dass dies nicht das ist, was wir wollen.

Durch den Trotz haben wir ein starkes NEIN zu dem was ist entwickelt, und dieses NEIN ist zu einem NEIN zu unserem eigenem Leben geworden.

So wird es wieder gut

Was wir in diesen Momenten des Lebens, wo wir STOP rufen lernen dürfen, ist inne zu halten, und dem Bedürfnis, dem Wunsch, der Sehnsucht, all dem was hinter dem Trotz steht, Raum zu geben.

Dies können wir erreichen, wenn wir uns selbst gegenüber mitfühlend sind und jederlei Selbstkritik aufgeben. Setzen wir uns doch entspannt hin, machen wir es uns bequem, und atmen tief durch, besuchen wir den Teil in uns, der so verletzt ist, diesen trotzigen, beleidigten Teil, und sagen wir ihm, dass wir jetzt da sind, und dass dieser Schmerz jetzt sein darf, und uns berühren darf.

Alles was jetzt ist darf sein, es gibt nichts was wir erzwingen müssen, oder schaffen müssen. Fühlen Sie in den Schmerz hinein und hören Sie, was dieses kleine, trotzige Kind zu sagen hat. Seien Sie dann für dieses Kind in ihnen da, lassen sie es reden, lassen sie es sein, umarmen Sie es und geben Sie im Liebe.

Es kann auch sein, dass unser inneres Kind all die Wut ausdrücken möchte, dass es schreien und toben möchte, geben Sie ihm auch dazu den Raum, alle Gefühle dürfen sein. Alles was ist darf sein, und wir können es annehmen ohne zu bewerten, oder zu verurteiln. Das ist Mitgefühl mit uns selbst, das ist Selbstliebe.

Indem Sie für Ihr inneres Kind da sind, ihm auch sagen, dass Sie für sein Wohlergehen die Verantwortung übernehmen, verlassen wir die Perspektive des Opfers. Sie können in Ihr eigenes Leben gehen und dafür auch die Verantwortung übernehmen.

Zusammenfassung der Transformation

-   Selbstkritik loslassen

-   Dem Raum zu geben was ist, jeder Schmerz, jede Wut, jedes Gefühl   darf sich Ihnen zeigen. Das stellt wieder den Bezug zu Ihren Bedürfnissen her.

-   Das Herz für diese Bedürfnisse öffnen. Entscheiden Sie sich neu, fassen Sie den Entschluss sich selbst etwas Gutes zu tun, sich selbst zu lieben, sich selbst gegenüber wohlwollend zu sein

-   Empfinden Sie Mitgefühl mit sich selbst.

-   Gestalten Sie auf Basis dieser Gefühle Ihr Leben neu! Die gerade empfundenen positiven Gefühle dürfen mehr und mehr werden.

Wir wünschen Ihnen viel Mut für den Schritt in Ihr eigenes erfülltes Leben.

E+G Schranz

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